Gentrifizierung und Kriminalität

Tim Lukas und Jan Üblacker

Gentrifizierung ist eines der zentralen Konfliktfelder gegenwärtiger Stadtentwicklung. Der Begriff beschreibt den Austausch von statusniedrigeren Bewohnerinnen und Bewohnern eines Stadtviertels durch statushöhere Bevölkerungsgruppen. Während die kriminogenen Wirkungen sozialräumlicher Segregation empirisch gut dokumentiert sind, wurde der Zusammenhang zwischen Gentrifizierung und Kriminalitätsentwicklung im deutschsprachigen Raum bislang nicht untersucht. Kriminalgeografische Ansätze und Theorien legen sinkende ebenso wie steigende Kriminalitätsraten in Aufwertungsgebieten nahe. In US-amerikanischen Studien finden sich divergierende Befunde, die ebenfalls in beide Richtungen deuten. Die Ergebnisse sind jedoch nur eingeschränkt auf die Situation in Deutschland und Österreich übertragbar. Ausgehend von einem Überblick über den aktuellen Forschungstand wollen wir im vorliegenden Artikel einen Beitrag zur Konzeptualisierung von Gentrifizierungsprozessen im Kontext der Kriminalgeografie leisten.

Lukas, Tim, und Jan Üblacker. 2020. Gentrifizierung und Kriminalität. Theoretische Erklärungen und forschungspraktische Probleme. SIAK-Journal – Zeitschrift für Polizeiwissenschaft und polizeiliche Praxis 62–74.

Link zum Volltext: https://www.bmi.gv.at/104/Wissenschaft_und_Forschung/SIAK-Journal/SIAK-Journal-Ausgaben/Jahrgang_2020/Ausgabe_3.aspx#a6

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